LEXIKON PRESSERECHT


Schadensersatz


Als Schadensersatz wird die Restitution von unfreiwilligen Einbußen des eigenen Vermögens bezeichnet. Als Haftungsgrundlage muss eine rechtswidrige Pflichtverletzung vorliegen, außerdem ist eigenes Verschulden gemäß § 276 BGB oder die Zurechnung fremden Verschuldens gemäß §§ 30, 278 und 831 BGB nötig. Kurz gesagt bedeutet das, dass der Verursacher des Schadens vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt haben muss. Im Medienbereich spielt vor allem der immaterielle Schadensersatz eine wichtige Rolle, der bei Verletzungen des Persönlichkeitsrechts in der Regel zum Tragen kommt. Hier ist der ursprüngliche Zustand nicht wieder herzustellen, deshalb wird eine gewisse Geldsumme als Entschädigung gezahlt. In den vergangenen Jahren hat sich in der Rechtsprechung dabei die Auffassung durchgesetzt, dass auch die Gewinnsituation des veröffentlichenden Verlags in die Höhe des Schadensersatzes einbezogen werden muss. Deshalb sind die festgelegten Summen in entsprechenden Fällen in den vergangenen Jahren im Vergleich zu älteren Fällen teilweise deutlich höher ausgefallen.


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