LEXIKON PRESSERECHT


Recht am gesprochenen Wort


Im Grundgesetz ist das Recht darauf verankert, dass man seine Worte im Umgang mit anderen frei wählen kann und zudem selbst darüber entscheiden darf, wem die eigenen Aussagen bekannt sein sollen. Dieser Grundsatz muss von Journalisten respektiert werden, sodass die Aufzeichnung von mündlichen Äußerungen und die Wiedergabe im Rahmen der Berichterstattung klare Grenzen hat. Unbefugte Aufzeichnungen von nicht öffentlich gesprochenen Worten sind verboten und werden nach den Vorschriften im § 201 StGB bestraft. Sogar wörtlich gegebene Zitate, die im Rahmen eines Interviews gegeben werden, müssen dem Betroffenen vor der Veröffentlichung zur Autorisierung vorgelegt werden. Diese Autorisierung darf ohne Angabe von Gründen verweigert werden, deshalb hat der Interviewpartner eine sehr starke Stellung und kann seine Zitate auch nachträglich noch verändern. Das gilt selbst dann, wenn seine ursprünglichen Aussagen aufgezeichnet wurden.


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