LEXIKON PRESSERECHT


Recht am eigenen Bild


Das Recht am eigenen Bild leitet sich als Spezialrecht aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht ab. Es ist im Kunsturhebergesetz (KUG) verankert, das jedoch nur vor der Verbreitung von Fotos schützt. Vor der unbefugten Aufnahme schützt hingegen der § 823 BGB in Verbindung mit § 201a StGB. Allgemein regeln die rechtlichen Rahmenbedingungen, dass das Bildnis eines Menschen grundsätzlich nur dann verbreitet werden darf, wenn dieser zuvor zugestimmt hat. Dabei ist das entscheidende Kriterium, ob eine Person auf einem Bild erkennbar ist oder ob es sich um ein Foto handelt, auf dem die dargestellten Personen nur als Beiwerk erscheinen. In bestimmten Fällen darf ein Bild jedoch auch ohne die Einwilligung des Betroffenen veröffentlicht werden. Das ist vor allem bei absoluten und relativen Personen der Zeitgeschichte der Fall, wenn die nötigen Vorgaben eingehalten werden, darüber hinaus kann die Einwilligung zur Veröffentlichung des eigenen Bilds auch stillschweigend erteilt werden. Beispiele dafür sind die Teilnahme an einem Karnevalsumzug oder eine Wortmeldung im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung, bei der man mit einer Bildberichterstattung rechnen muss. 


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