LEXIKON PRESSERECHT


Berichtigung


Anders als das Recht auf die Gegendarstellung ist der Anspruch auf eine Berichtigung nicht im Gesetz zu finden. Stattdessen hat er sich durch verschiedene Gerichtsurteile herausgebildet, deshalb gibt es keine vorgeschriebene Form. In der Praxis haben sich aus diesem Grund verschiedene Formen der Berichtigung etabliert. Besonders wichtig sind dabei die Richtigstellung, der Widerruf sowie eine Erklärung, dass eine bestimmte Behauptung von der Redaktion nicht aufrechterhalten wird. Der förmliche Widerruf ist die häufigste Form der Berichtigung. Voraussetzung dafür ist der Beweis, dass eine Tatsachenbehauptung nicht stimmt und dass diese zum Zeitpunkt ihrer Verbreitung rechtswidrig war. Im Gegensatz dazu kann es sein, dass der Journalist seiner Pflicht zur sorgfältigen Recherche nachgekommen ist, sodass die Behauptung rechtmäßig verbreitet wurde. In diesem Fall kann kein Widerruf verlangt werden, sondern nur eine Richtigstellung, die für das jeweilige Medium einen wesentlich geringeren Imageverlust bedeutet.


Zurück zum Lexikon.