OBERLANDESGERICHT UND KAMMERGERICHT


Oberlandesgerichte (OLG) sind Gerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit. In Berlin wird das Oberlandesgericht aus historischen Gründen "Kammergericht" genannt. In Hamburg und Bremen lautet die amtliche Bezeichnung der Gerichte "Hanseatisches Oberlandesgericht". Träger der Oberlandesgerichte ist jeweils das Land. 

Die Oberlandesgerichte stehen im Gerichtsaufbau der ordentlichen Gerichtsbarkeit zwischen den Landgerichten und dem Bundesgerichtshof. In Kindschafts- und Familiensachen nehmen Sie die spezielle Position zwischen Amtsgerichten und dem Bundesgerichtshof ein. In Strafverfahren, die zur Gerichtsbarkeit des Bundes gehören, werden Oberlandesgerichte im Wege der Organleihe als unterstes Bundesgericht tätig.

Jedes Bundesland verfügt über mindestens ein Oberlandesgericht. In Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz gibt es zwei Oberlandesgerichte. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern haben sogar drei Oberlandesgerichte. Insgesamt verteilen sich 24 Oberlandesgerichte über 16 Bundesländer. 

Oberlandesgerichte teilen sich organisatorisch in Zivilsenate und Strafsenate auf.


Zurück zu Justiz und Gerichte.