LANDESSOZIALGERICHT


Geschichte


Die Sozialgerichtsbarkeit ist ein verhältnismäßig junger Bereich der deutschen Judikative. Die ersten Sozialgerichte wurden erst 1954 in der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Vor diesem Zeitpunkt fand die Streitschlichtung in sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten vor den Verwaltungsbehörden statt.

Erst mit Einführung der bismarckschen Sozialgesetzgebung mit gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung im Jahr 1883 wurde der Ruf nach einer Einrichtung für die Bearbeitung von Streitigkeiten zwischen Versicherten und Versicherungsträgern laut. Das Unfallversicherungsgesetz sah 1884 ein Schiedsgericht vor, das jedoch organisatorisch den Berufsgenossenschaften und Versicherungsträgern zuzuordnen war. Erst später wurde der Weg für die heute bekannten Sozial- und Landessozialgerichte geebnet, die nach dem Grundgesetz von 1949 für die unabhängige Rechtsprechung Sorge tragen.

Im Jahr 1953 wurde das Sozialgerichtsgesetz vom Deutschen Bundestag verabschiedet, was letztendlich zur Errichtung von Sozialgerichten, Landessozialgerichten und dem Bundessozialgericht führte.


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