LANDESARBEITSGERICHT


Geschichte


Die Geschichte der Landesarbeitsgerichte ist identisch mit der Geschichte der Arbeitsgerichte und gründet in der Entwicklung der Arbeitsgerichtsbarkeit.

Die Zunftgerichte aus dem Mittelalter gelten als Vorläufer der heutigen Arbeitsgerichtsbarkeit. Bei den Zunftgerichten handelte es sich eher um Schiedsgerichte, da es zu diesem Zeitpunkt noch gar keine staatlichen Gerichtsverfahren gab. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Preußen einige Fabrikengerichtsdeputationen oder Fabriken- und Gewerbegerichte.

Diese aus Arbeitnehmervertretern und Arbeitgebervertretern besetzten Gerichte wurden ab 1890 im ganzen Reich eingeführt. Hinzu kam die Einführung eines Berufsrichters, der den neutralen Vorsitz bekleidete. Ab 1926 gab es in der Weimarer Republik richtige Arbeitsgerichte, die jedoch nur erstinstanzlich unabhängig waren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Landesarbeitsgerichte noch den Landgerichten zugeordnet und das Reichsarbeitsgericht Bestandteil des Reichsgerichts.

Erst im Jahr 1953 erhielt die Arbeitsgerichtsbarkeit den Status einer eigenen Fachgerichtsbarkeit. Darüber hinaus muss seit 1961 der Vorsitzende ein Berufsrichter sein.


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