ARBEITSGERICHT


Geschichte


Die Geschichte der Arbeitsgerichte ist eng mit der Entstehung der Arbeitsgerichtsbarkeit verknüpft und reicht in die Zeit des Mittelalters zurück.

Im Mittelalter waren staatliche Gerichtsverfahren noch nicht bekannt. Jedoch gab es in dieser Zeit bereits Zunftgerichte, die als Schiedsgerichte die Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern lösten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts richtete Preußen Fabrikengerichtsdeputationen, Fabrikengerichte oder Gewerbegerichte ein, in denen Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern richteten. Diese Vorläufer der Arbeitsgerichte wurden später um einen neutralen Vorsitzenden ergänzt und im ganzen Reich verbreitet. 

Ab 1926 gab es in der Weimarer Republik zwar Arbeitsgerichte, die organisatorisch jedoch nur in erster Instanz unabhängig entschieden. Zu diesem Zeitpunkt gehörten die Landesarbeitsgerichte noch zu den Landgerichten und die Reichsarbeitsgerichte zum Reichsgericht. Erst im Jahr 1953 wurde die Arbeitsgerichtsbarkeit zu einer separaten Fachgerichtsbarkeit erklärt, was als Geburtsstunde der heutigen Arbeitsgerichte zählt.


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