ARBEITSGERICHT


Besonderheiten


Die Verfahren vor den Arbeitsgerichten werden grundsätzlich zunächst mit Güteterminen eingeleitet, an denen lediglich der Vorsitzende teilnimmt. Gütetermine sollten kurzfristig nach Klageeinreichung anberaumt werden, damit die Sach- und Rechtslage für eine potenzielle gütliche Einigung erörtert werden kann. Scheitert die gütliche Einigung im Termin, wird der Kammertermin anberaumt. Am Kammertermin nimmt dann die gesamte Kammer teil. 

Arbeitsgerichte entscheiden durch Urteile oder Beschlüsse. Urteile werden in Verfahren zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern oder Tarifvertragsparteien gesprochen. Beschlüsse hingegen entscheiden in Angelegenheiten zwischen Arbeitgebern und Betriebsräten.

Gegen Urteile des Arbeitsgerichts ist eine Berufung vor dem Landesarbeitsgericht zulässig, sofern der Gegenstandswert den Betrag von 600,00 EUR übersteigt oder die Zulassung durch das Gericht erfolgt. In Ausnahmefällen kann mit einer Sprungrevision zum Bundesarbeitsgericht die Instanz des Landesarbeitsgerichts übergangen werden.

Gegen Beschlüsse des Arbeitsgerichts ist immer das Rechtsmittel der Beschwerde zum Landesarbeitsgericht gegeben.

Vor den Arbeitsgerichten besteht in der ersten Instanz kein Anwaltszwang, sodass die Verfahren von den Beteiligten selbst durchgeführt werden können. Eine Vertretung durch Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften kommt ebenfalls in Betracht.


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