SPORTMINISTERKONFERENZ


Die Konstitution der Konferenz der Sportministerinnen und -minister der Länder (SMK) geht auf das Jahr 1977 zurück. Die SMK behandelt Angelegenheiten des Sports von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung sowie der Vertretung gemeinsamer Anliegen. Die Sportministerkonferenz dient neben der Koordination der Sportförderung auch zur Wahrung der Interessen aller Bundesländer im Bereich des Sports auf nationaler und internationaler Ebene. Die besondere Zuständigkeit der Kultusministerkonferenz für den Schulsport bleibt davon unberührt.

Mitglieder der Sportministerkonferenz sind die für den Sport zuständigen Ministerinnen und Minister und Senatorinnen und Senatoren der Länder. Auch können weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an der Sportförderung beteiligte Partner zur Beratung gemeinsamer Interessen eingeladen werden. Die Sportministerkonferenz findet in der Regel einmal jährlich, bei Bedarf oder Antrag von mindestens zwei Sportministerinnen oder Sportministern auch häufiger, statt. Ein Sachverhalt muss auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn dies von einem Mitglied spätestens drei Wochen vor der Tagung beantragt wird. Für Beschlüsse ist Einstimmigkeit erforderlich. Bei Abstimmungen hat jedes Land eine Stimme. Beschlüsse lassen sich auch schriftlich herbeiführen. Wenn binnen vier Wochen kein Widerspruch erfolgt, gilt der Beschluss als gefasst. Einladungen müssen den Mitgliedern 14 Tage vor Sitzungsbeginn zugestellt werden.

Die Sportministerkonferenz wählt aus ihrer Mitte ein Präsidium, das aus einer/einem Vorsitzenden, einer/einem 1. und einer/einem 2. Stellvertretenden Vorsitzenden besteht. Die Amtszeit der/des Vorsitzenden dauert 2 Jahre; danach wird sie/er 2. Stellvertretende/r Vorsitzende/r. Ihr/Sein Nachfolger ist die/der jeweilige 1. Stellvertretende Vorsitzende. Die Geschäftsführung wird vom Ministerium oder der Senatsverwaltung der/des Vorsitzenden wahrgenommen. Dazu zählen die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie die ständige Unterrichtung der Mitglieder der Konferenz in allen Organen.

Die Sportreferentenkonferenz (SRK) nimmt in der SMK eine wichtige Schlüsselposition ein, da sie Vorarbeiten für die Entscheidung der SMK leistet und die gegenseitige Information sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Verwaltungen der Länder sicherstellt. Die Konferenz der Sportreferentinnen und Sportreferenten kann mit Zustimmung der/des Vorsitzenden der SMK für sachlich und zeitlich begrenzte Aufgaben Berichterstatter benennen, Arbeitsgruppen einsetzen oder Sachverständige hinzuziehen. Als ständige Arbeitsgruppen der Sportministerkonferenz sind die Arbeitsgruppen "Sportstätten" und "Leistungssport" im Einsatz.

Sitzungen der Referentenkonferenz finden in der Regel zweimal jährlich statt, auch hier sind auf Antrag von mindestens zwei Mitgliedern zusätzliche Tagungen möglich. Vorsitzende/r und Stellvertretende/r Vorsitzende/r sind die Sportreferentinnen bzw. -referenten der/des jeweils amtierenden Vorsitzenden der Sportministerkonferenz bzw. die Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Sie bilden den Vorstand der Referentenkonferenz, analog zum Präsidium der Sportministerkonferenz. Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der Mitglieder, wobei jedes Land eine Stimme hat. Die Referentenkonferenz informiert die Sportministerkonferenz mündlich oder schriftlich über den Stand ihrer Arbeiten.

Die Sportministerkonferenz hebt hervor, dass Sport dem sozialen Miteinander dient, Freunde schafft und folglich verbindet. In einer multikulturellen Gesellschaft leistet Sport einen wichtigen Beitrag zur Integration. Gemeinsames Sporttreiben baut Vorurteile ab und macht neugierig auf fremde Kulturen. Für Menschen mit Handicap eröffnet der Sport neue Wege zu einem selbstbestimmten Leben und der Teilhabe an der Gesellschaft. Die Sportministerkonferenz klammert aber auch Themen wie Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht aus, mit denen sich einige Sportarten in verstärktem Maße auseinandersetzen müssen.


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