KONFERENZ DER GLEICHSTELLUNGS- UND FRAUENMINISTER DER LÄNDER


Die Fachministerkonferenz, deren erste Sitzung im Jahr 1991 stattfand, legt Grundlinien für eine gemeinsame Gleichstellungs- und Frauenpolitik der Bundesländer fest und beschließt Maßnahmen zur Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen. Dazu gilt es, Benachteiligungen von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen abzubauen. Durch die GFMK sollen die Länder, was die Gleichberechtigung von Frauen und Männern betrifft, zu möglichst einheitlichen Auffassungen und Regelungen gelangen.

Falls keine außerordentlichen Konferenzen einberufen werden, tagt die GFMK einmal im Jahr. Als Mitglieder der GFMK treten die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und -senatoren auf. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist ständiger Gast. Wie auch bei anderen Fachministerkonferenzen wird die Hauptkonferenz durch eine Vorkonferenz vorbereitet. Vorsitz und die Geschäftsführung wechseln jährlich unter den Ländern. Zu den Aufgaben des Vorsitz führenden Landes gehören die Vertretung der GFMK gegenüber der Bundesregierung sowie europäischen Gremien und Organisationen. Ferner die Vertretung der GFMK gegenüber der Ministerpräsidentenkonferenz und anderen Fachministerkonferenzen, nach außen sowie gegenüber Verbänden und Institutionen. Das Vorsitz führende Land bereitet Beschlüsse vor und übernimmt die Erfolgskontrolle.

Im Bereich Entgeltgleichheit tritt die GFMK dafür ein, geschlechtergerechte Einkommensperspektiven zu schaffen. Die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen bei Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts soll vorangetrieben werden. Auch geht es darum, für eine erleichterte Wiedererhöhung der Arbeitszeit insbesondere nach einer familienbedingten Teilzeitbeschäftigung zu sorgen. Aber auch die Gewalt in Beziehungen, Bedarfsanalysen und Bedarfsplanungen zur Weiterentwicklung des Hilfesystems für gewaltbetroffene Frauen und Kinder sowie die Verbesserung der aufenthaltsrechtlichen Situation von Betroffenen des Menschenhandels werden von der GFMK in den Fokus gerückt.


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