BUNDESVERSAMMLUNG


Mitglieder


Die Mitglieder des Deutschen Bundestages sind auch Mitglieder der Bundesversammlung. Sie werden als "Mitglieder von Amts wegen" bezeichnet. Die gleiche Anzahl von Mitgliedern stellen die Volksvertretungen der Bundesländer. Das heißt, die Bremische Bürgerschaft, die Landtage, die Hamburgische Bürgerschaft und das Berliner Abgeordnetenhaus stellen die zweite Hälfte der Mitglieder der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung ist eine parlamentarische Versammlung, genau genommen ist es sogar die größte in Deutschland. Interessant: Die Bundestagsabgeordneten aus dem damaligen Westberlin konnten den Bundespräsidenten seit 1954 auf der Bundesversammlung ebenfalls wählen. Im Deutschen Bundestag hingegen hatten sie kein Stimmrecht. Dies änderte sich erst mit der Wiedervereinigung beider deutscher Länder.

Die Anzahl der Volksvertreter, die in die Bundesversammlung geschickt werden, ist davon abhängig, wie viele Menschen im jeweiligen Bundesland leben. Gezählt werden dabei aber nur die Einwohner mit deutscher Staatsbürgerschaft. Im Bundesgesetzblatt wird die Anzahl der zu wählenden Mitglieder - die also durch die Landtage gestellt werden - bekannt gegeben. Die Landesparlamente bestimmen die Mitglieder, die in die Bundesversammlung geschickt werden, über eine Verhältniswahl aus Listen mit Vorschlägen. Diese Vorschlagslisten werden aufgestellt und für die einzelnen darauf stehenden Namen können Stimmen abgegeben werden. Jeder Abgeordnete bekommt eine Stimme, die verteilt werden kann. Die Listen sind geschlossen und für den Fall, dass eine gleiche Stimmanzahl auf mehrere Kandidaten entfällt, entscheidet das Los. Teilweise ist es so, dass die Landesparlamente eine einzige, gemeinsame Liste mit Vorschlägen aufstellen.


Zurück zu Bundesversammlung.