BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT


Geschichte


Zuerst gab es lediglich verschiedene Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes. Aus diesen Aktivitäten ging später das Bundesministerium hervor. Die Grundlage bildete hier unter anderem das Umweltprogramm der Bundesregierung, das 1971 beschlossen wurde. Auch im Bereich der Abfallbeseitigung wurden zahlreiche Gesetze verabschiedet, die dazu beitrugen, dass Umwelt- und Naturschutz einen höheren Stellenwert in der Politik und auch in der Gesellschaft erhielten. Im Jahr 1974 wurde im früheren Westberlin das Umweltbundesamt ins Leben gerufen. Außerdem gründete sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen. Dieser wurde seitens der Bundesregierung als Beratungsgremium genutzt. Der Umweltschutz war damals in verschiedene Ressorts unterteilt, so in Innen-, Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium.

Den Auslöser für die Gründung des Umweltministeriums gab die Katastrophe von Tschernobyl. Am 6. Juni 1986 gründete sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die damalige Regierung wollte die Umweltpolitik vorantreiben und auf neue Herausforderungen besser gewappnet sein. Bis zum Jahr 1998 wurden viele Änderungen im Bereich der Umweltgesetzgebung vorgenommen. Allerdings musste der Umweltschutz damit kämpfen, als Krisenfaktor für die Wirtschaft gesehen zu werden. Erst ab 1998 erfolgte wieder eine stärkere Fokussierung auf den Schutz von Umwelt und Natur. Die Themen Ausstieg aus der Atomenergie, Ökosteuer und Einwegpfand wurden zu politischen Alltagsthemen.

Interessant: In der damaligen DDR wurde bereits im Jahr 1971 ein Umweltministerium gegründet. Damit war die DDR 15 Jahre schneller als die BRD. Die Umweltbewegung in der Deutschen Demokratischen Republik galt als sehr stark und war schon lange Zeit vor dem Fall der Mauer aktiv. Engagierte Bürger, Mitglieder der Kirche und des Kulturbundes arbeiteten hier zusammen.


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