BUNDESBANK


Geschichte


Die Währungsgeschichte der Bundesrepublik ist eng mit der Geschichte der Bundesbank verknüpft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Währungsreform nötig, wobei die Deutsche Mark eingeführt wurde. Sie löste die bis dahin gültige Reichsmark ab. Vorbild für die Währungsreform waren die Vereinigten Staaten. Eingerichtet wurden die selbstständigen Landeszentralbanken in den einzelnen Ländern, wobei sich dies natürlich auf die Länder der westlichen Besatzungszone bezog. Die Bank deutscher Länder wurde am 1. März 1948 gegründet. Sie war für die Notenausgabe und die Koordinierung der Politik zuständig. Die Landeszentralbanken waren in ihren Bereichen die Zentralbanken.

Der Bund wurde durch das Grundgesetz vom 24. Mai 1949 dazu verpflichtet, eine Bundesbank als Währungs- und Notenbank zu errichten. Dies geschah allerdings erst im Jahr 1957. Die Bank deutscher Länder und die Landeszentralbanken wurden zusammengelegt. Die Landeszentralbanken waren ab dieser Zeit nicht mehr rechtlich selbstständig und wurden als Hauptverwaltungen Teile der Bundesbank. In ihren Entscheidungen blieben sie jedoch unabhängig. Der Zentralbankrat war das oberste Entscheidungsorgan. Die Landeszentralbanken führten die Verwaltungsangelegenheiten und Geschäfte in Eigenverantwortung durch.

Am 1. Juli 1990 wurde der Vertrag zur Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion verabschiedet und die Deutsche Mark wurde alleiniges Zahlungsmittel in Deutschland. Das Bundesbankgesetz wurde novelliert und an die veränderten Gegebenheiten angepasst. Es entstanden neun Landeszentralbanken mit eigenen Hauptverwaltungsbereichen.

Nach dem Vertrag von Maastricht und der Währungsunion wurde eine Gemeinschaftsebene geschaffen, auf der die Bundesbank dem Europäischen System der Zentralbanken zugeordnet wurde.


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