BUNDESBANK


Aufgaben


Die aktuellen Aufgaben der Deutschen Bundesbank wurden mit dem 7. Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank definiert und gelten seit dem 30. April 2002. Das Bundesbankgesetz regelt in § 3 die Aufgaben im Einzelnen.

Die Bundesbank hält die Währungsreserven Deutschlands und verwaltet diese. Außerdem wird das gesamte Zahlungs- und Verrechnungssystem des Landes durch die Bundesbank stabilisiert.

Insgesamt gibt es vier Tätigkeitsfelder, die durch die Bundesbank wahrgenommen werden. Zum einen muss hier die Notenbank genannt werden. In dieser Funktion sorgt die Bundesbank dafür, dass die Wirtschaft über ausreichend Bargeld verfügt und dieses Geld physisch umlauffähig ist. Die Bundesbank prüft Zahlungen, die von Banken und Finanzdienstleistern getätigt werden. Falschgeld wird sichergestellt und an die Polizei übergeben. Ohne Frist werden noch im Verkehr befindliche Scheine der alten Währung "Deutsche Mark" umgetauscht. Außerdem ersetzt die Bundesbank zerstörte Geldscheine. Sie gibt Informationen zu Bargeldsicherheitsmerkmalen und im Umlauf befindliche Bargeldmengen heraus.

Eine weitere Funktion der Bundesbank ist die der Zentralbank. Hierbei wird in zwei Bereiche unterschieden. Die Bundesbank ist zum einen Refinanzierungsquelle der Kreditinstitute und dient hier als Clearingstelle. Das bedeutet, dass die Kreditinstitute ihren Bargeldbedarf über die Bundesbank decken. Kurzfristig können die Banken und Sparkassen nicht benötigte Gelder bei der Bundesbank anlegen.

Die Bundesbank sorgt dafür, dass der netzübergreifende Zahlungsverkehr zwischen Banken im In- und Ausland reibungslos abläuft, wobei es hier um den Großbetragszahlungsverkehr geht.

Die Bundesbank ist zum anderen als Bankenaufsicht tätig. Hierbei wird mit der Bundesaufsichtsbehörde für Finanzen kooperiert, denn es soll ein stabiles Finanzsystem gewährleistet werden. Die Banken werden durch die Bundesbank laufend überwacht, es werden Jahresabschlussberichte der Kreditinstitute ausgewertet und es werden statistische Daten zur Wirtschaftslage der Banken und Sparkassen erhoben.

Die Bundesbank führt die Konten für sämtliche Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Auch die Universitäten haben ihre Konten bei der Bundesbank, ebenso die Sozialversicherungsträger. Für diese übernimmt die Bundesbank eine normale Funktion als Bankdienstleister. Die Konten sind reine Guthabenkonten, denn eine Staatsfinanzierung über die Bundesbank ist nicht gestattet. Kredite können von hier aus nicht an die öffentliche Hand erteilt werden.

Auch karitative Einrichtungen haben ihre Konten bei der Bundesbank. Die Konten selbst unterliegen keinerlei Überwachung.

Die Bundesbank unterhält zahlreiche Filialen in Deutschland. Insgesamt sind es derzeit neun Hauptverwaltungen und 42 Filialen, wobei diese schrittweise bis 2015 auf 35 abgebaut werden sollen.

Die Bundesbank sorgt dafür, dass die Währungsreserven verwaltet werden. Dabei handelt es sich um die Vermögen, die nicht auf Euro lauten, so etwa Gold oder Wertpapiere in ausländischer Währung. Diese Reserven stellen einen Gegenwert zu der eigenen Währung dar. Es geht darum, sie möglichst rentabel anzulegen und sie sollen Schwankungen des Wechselkurses ausgleichen. Nach den Goldreserven der US-Notenbank sind die der Bundesbank die weltweit größten. Forderungen nach einem Verkauf der Goldreserven werden stets abgelehnt.


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